Im fünften Teil meiner Serie ABC für wissenschaftliches Arbeiten liest du die wichtigsten Infos zu den Methoden, der Nummerierung und zur Ordnung für deine Abschlussarbeit.
Teil 1 mit Abstract, Betreuer und Computer liest du hier.
Teil 2 mit Deckblatt, Exposé, Formatierung und dem Bonus Disputation liest du hier.
Teil 3 mit Gliederung, Hilfe, Inhalt und dem Bonus Gutachter liest du hier.
Teil 4 mit Jahresplanung, Kosten, Leitfaden und dem Bonus Länge liest du hier.
Manche Tipps werden dir sicherlich bekannt vorkommen, manche werden deine Erinnerung auffrischen und manche werden dir vielleicht neu sein.
Alle sind von mir oder meinen Studierenden praxiserprobt und sofort umsetzbar.
Ich freue mich, wenn dir die Tipps hilfreich sind und dich vor häufigen und beliebten Fehlern bewahren.
Wissenschaftlich forschen bedeutet, mit anerkannten Methoden nach einem Erkenntnisgewinn zu suchen.
Diese Datenerhebungs- und Analysemethoden können je nach Fachbereich eher quantitativ oder qualitativ ausgerichtet sein, wobei häufig auch eine Kombination aus beiden Ansätzen angewendet wird. Der methodische Zugang muss dabei zu deiner Forschungsfrage oder Problemstellung passen, da du sie sonst nicht zufriedenstellend beantworten kannst.
Meine 3 Tipps für erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten
Jeder Fachbereich hat seine eigene Forschungskultur, die bestimmte Methoden und Vorgehensweisen bevorzugt. Es ist wichtig, dass du dich mit deren Anwendung vertraut machst. Informiere dich darüber, welche Methoden in deinem Fachbereich als Standard gelten und welche besonderen Anforderungen es gibt.
Entscheide dich für eine Methode, die du bereits kennst oder bei der du dich sicher fühlst. Es ist ratsam, mit bekannten Techniken zu arbeiten, um die Fehlerquote zu minimieren und den Forschungsprozess reibungslos zu gestalten. Falls du dich für eine neue Methode entscheidest, plane genügend Zeit für die Einarbeitung und mögliche Rückschläge ein.
Wissenschaftliches Arbeiten erfordert eine sorgfältige Planung, insbesondere in Bezug auf die Datenerhebung und -auswertung. Qualitative Methoden sind oft zeitaufwendiger als quantitative, da sie tiefere Einblicke und detailliertere Analysen ermöglichen. Berücksichtige dies bei deiner Zeitplanung und stelle sicher, dass du genügend Puffer für unvorhergesehene Herausforderungen einplanst.
In einer wissenschaftlichen Arbeit gibt es verschiedene Nummerierungen, die häufigsten betreffen Seitenzahlen, Abbildungen und Tabellen sowie Fußnoten.
Bei einer Seminararbeit sind die Nummerierungen noch überschaubar, doch bei einer Doktorarbeit können sie schnell zwei- oder dreistellig werden.
Oft schleichen sich bei der Nummerierung Fehler ein, die auf den ersten Blick nicht auffallen, jedoch das Gesamtbild der Arbeit unrund erscheinen lassen.
Meine 3 Tipps für eine saubere Nummerierung
Füge dir direkt zu Beginn des Schreibens Seitenzahlen sowie ein Abbildungs- und/oder Tabellenverzeichnis ein. Dadurch stellst du sicher, dass die Nummerierung von Anfang an fortlaufend und konsistent ist. Dies erspart dir später viel Mühe und mögliche Verwirrung.
Achte darauf, dass du in den Nummerierungen die gleiche Schriftart wie im Haupttext verwendest. Alternativ halte dich an die Vorgaben im Leitfaden deines Fachbereichs. Eine abweichende Schriftart ist besonders bei Fußnoten ein häufiger Fehler, der leicht vermieden werden kann.
Bei der abschließenden Korrektur deiner Arbeit gehe alle Nummerierungen noch einmal einzeln durch. Falls deine Arbeit aus mehreren Dateien besteht, gleiche diese besonders sorgfältig ab, um eine einheitliche und fehlerfreie Nummerierung sicherzustellen.
Halte Ordnung auf deinem Schreibtisch und vor allem auf deinem Rechner.
Während deines Studiums und insbesondere während der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit wirst du unzählige Dateien anlegen, speichern, bearbeiten und wieder löschen.
Um den Überblick zu behalten, lohnt sich die Festlegung einer einheitlichen Ordner- und Dateistruktur.
Meine 3 Tipps für eine übersichtliche Ordnung
Lege dir für jede Vorlesung und jedes Seminar einen eigenen Ordner an, der entsprechende Unterordner enthält. Beispielsweise könntest du Unterordner für Literatur, Übungsaufgaben, Referate usw. erstellen. Dies hilft dir, deine Unterlagen schnell und einfach zu finden.
Achte darauf, dass die Benennung deiner Ordner und Dateien klar und präzise ist – was draufsteht, sollte auch drin sein. Wenn du eine Datei ständig öffnen musst, um ihren Inhalt herauszufinden, ist die Bezeichnung definitiv schlecht gewählt. Eine klare Benennung spart Zeit und Nerven.
Wenn du an einer Arbeit schreibst, lege vor jedem Weiterschreiben eine neue Version der Datei an. Auf diese Weise verhinderst du das versehentliche Überschreiben des Inhalts und behältst den Zugriff auf ältere Versionen. Du kannst die Dateien mit Versionsnummern oder Datumsangaben versehen, um sie leichter unterscheiden zu können.
Im nächsten Teil liest du die wichtigen Informationen zu Plagiat, Quellen und Relax. Als Bonus für Promovierende gibt es Tipps zur Promotionsordnung.
Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner wissenschaftlichen Arbeit!
Herzliche Grüße
Sandra